US-Hegemonie bedroht den Weltfrieden

Seit dem Ende der Sowjetunion im Dezember 1991 treiben Neokonservative die amerikanische Aussenpolitik voran. Diese Gruppe, ursprünglich angeführt von Richard Cheney, dem Verteidigungsminister von 1992, will die USA als einzige Weltmacht etablieren. Jeder Präsident von Clinton bis Biden hat diese Agenda unterstützt und die USA in zahlreiche Kriege geführt, darunter in Serbien, Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen und die Ukraine.
Neokonservative glauben, die USA sollten militärische, wirtschaftliche und politische Dominanz über alle potenziellen Rivalen ausüben. Dies führt zwangsläufig zu Konfrontationen mit Mächten wie China und Russland. Sachs betont, dass viele Länder nicht von den USA geführt werden möchten, insbesondere nicht von einem Staat, der von Militarismus, Elitismus und Gier getrieben ist.
Ein zentrales Dokument der neokonservativen Strategie ist das «Project for a New American Century». Darin fordern sie die unablässige NATO-Osterweiterung, um die NATO von einem Verteidigungsbündnis in ein offensives Bündnis zur Förderung der US-Hegemonie zu verwandeln. Sachs hebt hervor, dass die US-Rüstungsindustrie die Neokonservativen massgeblich unterstützt und die NATO-Erweiterung seit den 1990er Jahren vorangetrieben hat. Biden ist von Anfang an ein überzeugter Neokonservativer gewesen, zuerst als Senator, dann als Vizepräsident und nun als Präsident.
Zur Durchsetzung ihrer Hegemonialziele setzen die Neokonservativen auf CIA-gesteuerte Regimewechsel, von den USA geführte Kriege, rund 750 US-Militärstützpunkte in mindestens 80 Ländern, die Militarisierung fortschrittlicher Technologien und den massiven Einsatz von Informationskriegsführung.
Die NATO-Erklärung bezeichnet die NATO als defensives Bündnis, obwohl die Fakten das Gegenteil belegen. Die NATO beteiligt sich regelmässig an offensiven Operationen, darunter Regimewechsel und Bombardierungen wie die von Serbien und Libyen. Die NATO-Osterweiterung hat die Welt in einen offenen Krieg in der Ukraine geführt, da die USA unbeirrt die NATO-Erweiterung auf die Ukraine vorantreiben, trotz der heftigen Opposition Russlands.
Sachs kritisiert, dass die NATO-Erklärung Russland die alleinige Verantwortung für den Krieg in der Ukraine zuschreibt, obwohl US-Provokationen massgeblich zum Ausbruch des Krieges geführt haben. Statt eines verhandelten Friedens für die Ukraine setzt die NATO auf die vollständige Integration der Ukraine in das Bündnis, was die USA und Russland in einen endlosen Krieg verwickeln wird. Biden hatte zwar Bedenken, diesen Weg zu beschreiten, doch seine Berater ignorierten diese.
Sachs schliesst mit der Warnung, dass die neokonservative Politik unzählige Katastrophen für die USA und die Welt verursacht hat, darunter gescheiterte Kriege, einen massiven Anstieg der US-Staatsverschuldung und die gefährliche Konfrontation mit China, Russland und Iran. Die USA sollten den neokonservativen Kurs aufgeben und Diplomatie und friedliche Koexistenz anstreben, um die eigene Sicherheit und den Weltfrieden zu wahren.