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Frust nach der «Friedenskonferenz»
Die kürzlich vom Bundesrat auf Ersuchen der Ukraine organisierte «Hochrangige Konferenz zum Frieden» endete in einem diplomatischen Desaster. Trotz der Bemühungen der Schweiz, den Schaden zu begrenzen, scheiterte das Ziel einer gemeinsamen Friedenserklärung. Die Konferenz, die laut dem EDA 10-15 Millionen Franken kostete, brachte weder einen Fahrplan noch konkrete Schritte für einen Friedensprozess hervor.
Ein Hauptgrund für das Scheitern war die einseitige Friedensformel des ukrainischen Präsidenten Selenskij. Diese forderte eine bedingungslose Kapitulation Russlands, einen Rückzug hinter die Grenzen von 1991, Reparationszahlungen und die Bestrafung aller Kriegsverbrechen. Diese Forderungen waren nicht nur unrealistisch, sondern auch hinderlich für ernsthafte Friedensverhandlungen. Selenskij, gestärkt durch seine Popularität im Westen, wollte nicht nur die ukrainischen Forderungen durchsetzen, sondern auch die Weltordnung neu gestalten. Diese utopischen Vorstellungen trugen massgeblich zum Scheitern der Konferenz bei.
Die Schweiz als gescheiterter Vermittler
Die Schweiz wollte als neutrale Vermittlerin auftreten, untergrub diese Rolle jedoch durch die einseitige Übernahme der ukrainischen Friedensformel. Obwohl die Erklärung kurz vor der Konferenz auf Themen wie nukleare Sicherheit, Gefangenenaustausch und Lebensmittelsicherheit reduziert wurde, enthielten sich wichtige Teilnehmer aus dem Globalen Süden der Zustimmung. Ein Drittel der eingeladenen 160 Staaten nahm nicht teil, und viele schickten nur Delegierte. Selbst der US-Präsident, dessen Anwesenheit entscheidend gewesen wäre, priorisierte seinen Wahlkampf. Die Schweiz hat durch ihre Parteinahme ihre Glaubwürdigkeit als neutraler Vermittler verloren und ihre traditionelle Rolle in der internationalen Diplomatie beschädigt.
Peinliche Vertuschungsversuche und fragwürdige Methoden
Die Fehler bei der Veröffentlichung der Unterzeichnerliste, die ohne Begründung angepasst wurde, zeigen den verzweifelten Versuch des Bundesrates, Erfolg zu präsentieren. Das «Schweigeverfahren», bei dem Staaten, die nicht ausdrücklich zustimmten oder ablehnten, automatisch als Unterstützer gewertet wurden, unterstreicht die fragwürdigen Methoden. Diese Vertuschungsversuche haben die Glaubwürdigkeit der Konferenz und das Ansehen der Schweiz als seriöser Akteur in der internationalen Politik beschädigt. Es ist offensichtlich, dass die Schweizer Regierung mehr an der Wahrung des Scheins als an einer echten Lösung des Konflikts interessiert war.
Die Scheinheiligkeit des Westens und der Krieg um Einflusszonen
Viele Länder erkennen, dass es sich um einen Krieg um Einflusszonen zwischen Russland und der NATO handelt. Die scheinheilige Propagierung des Völkerrechts durch den Westen, der selbst oft dagegen verstossen hat, trägt zur Skepsis bei. Die Unterstützung Israels im Gaza-Krieg, der brutal geführt wird, zeigt die Einseitigkeit und den doppelten Massstab des Westens. Die westlichen Staaten, allen voran die USA, verfolgen ihre eigenen geopolitischen Interessen und instrumentalisieren das Völkerrecht, um ihre Gegner zu schwächen. Die Friedenskonferenz in der Schweiz war ein weiteres Beispiel für eine heuchlerische Politik, die einer echten Lösung des Konflikts im Wege steht.
Fazit
Die hochrangige Friedenskonferenz in der Schweiz ist gescheitert und hat die Glaubwürdigkeit der Schweiz als neutraler Vermittler beschädigt. Der Westen muss erkennen, dass eine Lösung des Konflikts nur durch echte Kompromisse von beiden Seiten erreicht werden kann. Es bleibt zu hoffen, dass nicht-westliche Staaten die Initiative ergreifen und Russland und die Ukraine zu realistischen Gesprächen einladen. Nur wenn alle Beteiligten bereit sind, ihre starren Positionen aufzugeben und aufeinander zuzugehen, kann eine dauerhafte Friedenslösung gefunden werden. Die Schweizer Friedenskonferenz hat gezeigt, dass einseitige Schuldzuweisungen und utopische Forderungen keine Basis für ernsthafte Verhandlungen sind.


